PartNet Workshop am 11. Dezember 2020

„WER ist WIE an Partizipativer Gesundheitsforschung beteiligt? –
Präzisierung von Begriffen. Reflexion. Diskussion.“

Datum und Uhrzeit 11. Dezember 2020 von 13.00 bis 16.00 Uhr
Ort Webex-Raum unter https://khsb-berlin.webex.com/meet/PartNet

Beschreibung
In diesem Workshop werden Ergebnisse einer Arbeitsgruppe in den Austausch gebracht, die sich in Vorbereitung auf und im Anschluss an den PartNet Workshop im September 2019 mit dem Thema „Praxispartnerinnen – Konkretisierung eines „naiven“ Begriffs“ beschäftigt hat. Die zentrale Schlussfolgerung des damaligen Workshops war, dass die Begriffe „Praxis“ und „Partnerin“ unspezifisch sind und letztlich mehr oder weniger auf alle Beteiligte partizipativer Forschungsprozesse zutreffen. Ausgehend von diesem Fazit wurde innerhalb der Arbeitsgruppe versucht, weiter zu konkretisieren, wer die Beteiligten in partizipativen Forschungsprozessen sind, welche Rolle(n) sie einnehmen, in welcher Beziehung sie zueinander stehen, und wie sie sich am besten bezeichnen lassen. Dazu wurden unterschiedliche Begriffe diskutiert und Visualisierungen entwickelt und diese in unterschiedlichen Feedback- und Kommentierungsschleifen mit dem Sprecher*innenkreis und innerhalb der PartNet Mitglieder ausgetauscht. Die dabei gewonnen Rückmeldungen verdeutlichen, dass die bisherige Arbeit einer zusätzlichen Präzisierung und Systematisierung bedarf.

Ziel
Primäres Ziel des Workshops ist die Diskussion, Präzisierung und Synthese der Ergebnisse aus der Arbeitsgruppe zum Thema „Praxispartner*innen – Konkretisierung eines „naiven“ Begriffs“ des PartNetWorkshops im September 2019 und des beschriebenen Rückmeldungsprozesses mit dem Ziel einer aktuellen Begriffsbestimmungen und Visualisierung der verschiedenen Beteiligten(-gruppen) in partizipativen Forschungsprozessen.

Input und Moderation
Anna Wahl M.A. und Tzvetina Arsova Netzelmann M.A.

Wer kann teilnehmen?
Der Workshop richtet sich an alle, die sich für partizipative (Gesundheits-)Forschung interessieren – an Wissenschaftler*innen wie an Menschen mit Berufs- oder Betroffenen-Erfahrungen. Vorkenntnisse in partizipativen Forschungsansätzen sind nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Eine Einladung zum Workshop sowie Informationen zu Kernfragen und Ablauf finden sie hier.

E-Mail Adresse für Rückfragen wahl(ät)ash-berlin.eu

Mehr Transparenz bei PartNet

Eines der Ziele für die kommende Periode wird sein, ein Konzept für die Reorganisation und Restrukturierung des Netzwerks und des Sprecher*innenkreises zu entwickeln und breit zu diskutieren. Das Netzwerk soll stärker aktiviert werden. Entscheidungen sollen transparenter getroffen werden und die Netzwerkmitglieder dabei besser einbezogen werden. Ein Kommunikationskonzept mit einigen Ideen für die künftige Zusammenarbeit im Netzwerk wird beim nächsten Netzwerktreffen am 11.09. vorgestellt.

Die Kompetenzgruppe Partizipation der Österreichischen Gesellschaft für Public Health hat sich zur COVID Pandemie geäußert

Sie organisierte im Juni ein Online-Treffens an dem die Mitglieder der Kompetenz-gruppe reflektieren, wie sich die COVID Pandemie auf Partizipation in den Bereichen Politik, Praxis und Forschung auswirkte. Hier der Link zur Kompetenzgruppe unter oeph.at.

Ab Januar 2021 wird an der Uniklinik Köln eine einjährige, berufsbegleitende Weiterbildung „Partizipative Gesundheitsforschung (PGF)“ angeboten.

PGF verfolgt das Ziel das Ziel, die Lücke zwischen Theorie und Praxis zu verringern, indem sie praxisrelevante Fragestellungen mit den Betroffenen gemeinsam untersucht und zusammen pass-genaue, lokale und innovative Lösungen im Gesundheitsbereich entwickelt. Die Weiterbildung dient der systematischen Kompetenzentwicklung der Teilnehmer im Bereich PGF, welche zur Konzipierung, Durchführung, kritischen Reflektion und Präsentation der Ergebnisse von PGF-Projekten befähigt werden. Sie richtet sich an drei Zielgruppen: (1) Praktiker*Innen (z.B. Pflegekräfte, Therapeuten), (2) professionelle und ehrenamtliche Patientenvertreter*Innen (z.B. von Selbsthilfegruppen), und (3) Forscher*Innen im Gesundheitssystem. Weiterführende Informationen finden Sie unter diesem Link des uk-koeln.de.

Die PartGroup-Dissertationsgruppe ruft zum Austausch auf

In der eigenen Dissertation partizipativ zu forschen ist mit einer ganzen
Reihe von besonderen Herausforderungen verknüpft. Gerade deshalb kann es bereichernd sein, sich mit anderen Promovierenden darüber auszutauschen. Oft-mals besteht für partizipativ forschende Doktorand*innen an ihrer Heimathochschule aber genau dazu keine Gelegenheit.

Deshalb wurde eine webbasierte Unterstützungs-möglichkeit gegründet, die ortsunabhängig als feste Online-Arbeitsgruppe einen intensiven Austausch ermöglicht: die PartGroup. Alle 2-3 Wochen finden virtuelle Treffen statt zur Diskussion von Fragen und Problemen, die in den partizipativen Dissertationsvorhaben entstehen.

Ein Wunsch für die Zukunft wäre es, die PartGroup zu einer Art partizipativen Kolloquium auszubauen, in dem Mitglieder von Partnet mit ihrem Erfahrungsschatz gezielt an Treffen teilnehmen und mit den Promovierenden diskutieren!

Bei Interesse bitte gerne per E-Mail an:
Marilena v. Köppen, mvkoeppen@gmail.com.

Ein Open Access-Sammelband zur Partizipativen Gesundheitsforschung ist erschienen

Methoden: Der Sammelband „Partizipative Forschung. Ein Forschungsansatz für Gesundheit und seine Methoden) (Hrsg. Hartung/Wihofszky/Wright) umfasst verschiedene Beiträge zur Partizipativen Gesundheitsforschung: z.B. zur Reflektion der PGF als Forschungsansatz sowie die Diskussion von Methoden (z.B. Photovoice, Community Mapping, Fokusgruppen) anhand empirischer Beispielstudien. Open Access. https://doi.org/10.1007/978-3-658-30361-7

Diskussion des Praxispartner*innen Begriffs im Workshop Dezember 2020

„Praxispartner*innen“, „Forschungspartner*innen“ oder „Perspektivengruppen“ sind nur einige Begriffe, die von Wissenschaftler*innen für diejenigen Menschen verwendet werden, mit denen sie partizipativ forschen. Darunter finden sich Vertretende verschiedener Gruppen, um die und deren Lebens- und
Arbeitsfelder es in partizipativen Forschungsprojekten geht.

Am 20.09.2019 begann im PartNet-Work-shop eine Auseinandersetzung mit dem Begriff „Praxispartner_innen“ unter dem Motto: „Praxispartner*innen – Konkretisierung eines „naiven“ Begriffs“. Ziel des Workshops war es, von
einer womöglich naiv erscheinenden „Einheitskategorie“ zu konkreten
Begriffsbestimmungen zu kommen. Im Anschluss hat eine Arbeitsgruppe weiter an dem Thema gearbeitet.

Erste Ergebnisse werden im Workshop im Dezember zur Diskussion gestellt. Darauf aufbauend soll möglicherweise eine PartNet-Publikation entstehen. Der Workshop im Dezember findet am 11.12 von 13.00-16.00 Uhr online beim webex-Zugang von PartNet bei der KHSB statt.

Die Autismus-Forschungs-Kooperation stellt sich im Workshop September 2020 vor

Die 2007 gegründete Autismus-Forschungs-Kooperation (AFK) ist ein bundesweit einzigartiger Zusammenschluss von autistischen Menschen (ca. ¾) und Wissenschaftler*innen aus der Psychologie und den Neurowissenschaften (ca. ¼). In der AFK widmen sich die Akteur*innen Forschungsfragen, die aus Perspektive der Au-tist*innen relevant sind und Inklusion fördern.

Alle Teilnehmenden sind aktiv in die Planung, Durchführung und Auswertung der Forschungsprojekte involviert. Im Workshop wird an ausgewählten Forschungsbeispielen beschrieben, mit welchen Strategien die AFK seit 13 Jahren Betroffene und Forschende nicht nur projekthaft, sondern fortlaufend im gesamten Forschungsprozess erfolgreich zusammenarbeiten.

Herausforderungen und Er-folge aus den gemachten Erfahrungen werden geteilt. Der Workshop richtet sich an alle Interessierte, die partizipative Ansätze in gesundheitsbezogener Forschung einführen, bereits durchführen oder diese fördern möchten. Vorkenntnisse in partizipativen Forschungsansätzen sind nicht erforderlich. Er findet am 11.9. von 13.00-16.00 Uhr online beim webex-Zugang von PartNet bei der KHSB statt.

Das PartNet Netzwerktreffen September 2020 steht an

Eine Online-Teilnahme beim Netzwerktreffen im September wird möglich sein. Inhaltlich wird es im Schwerpunkt um drei Themen gehen: 1) Newsletter – September 2020, 2) Vorstellung des neuen Sprecher*innenkreis und Bestätigung dieser Zusammensetzung, 3) Diskussion des neuen Kommunikationskonzeptes für das Netzwerk, 4) Antrag des KLuG-Projektes als PartNet-Projekt (s.u.), 4) Planung der kommenden Workshops.

Themenvorschläge für das Netzwerktreffen im Dezember 2020 erwünscht Eine Online-Teilnahme wird auch hier ermöglicht werden. Inhaltlich können aus dem Netzwerk noch Themenvorschläge zur Diskussion eingebracht werden. In diesem Fall bitte bis spätestens Ende Oktober eine E-Mail an info@partnet-gesundheit.de senden.

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