Aktuelles

Die 8. Berliner Werkstatt Partizipative Forschung findet am 01. März 2024 im ONLINE-Format unter folgendem Motto statt:

„Qualität MACHT was?!“

Gemeinsam wollen wir uns intensiv über aktuelle Themen der Partizipation informieren, austauschen und miteinander in Kontakt kommen. Mehr Informationnen und den Call for Papers finden Sie hier.

Tätigkeitsbegleitende Weiterbildung „Partizipative Gesundheitsforschung (PGF)“

Endlich ist es wieder soweit! Die nächste zertifizierte Weiterbildung Partizipative Gesundheitsforschung (PGF) startet am 12.01.2024. Diese wird in 6 Modulen (4x in Präsenz und 2x Digital) angeboten (Uniklinik Köln) und dauert 12 Monate.

Die Weiterbildung dient der PGF-Kompetenzentwicklung! Teilnehmende erhalten hier das nötige „Handwerkszeug“, um: (1) die bestmögliche Beteiligung der Personen, deren Arbeits-, Krankheits- oder Lebenswelt (z.B. Patient:innen, Angehörige oder Medizinisches Personal) erforscht wird, zu ermöglichen; (2) Fragestellungen im Bereich Gesundheit gemeinsam zu untersuchen, sowie (3) praxistaugliche Lösungen zu entwickeln und ausreifen zu lassen. Die Weiterbildung richtet sich an haupt- & ehrenamtliche Patientenvertretende (z. B. Selbsthilfe), Praktiker:innen (z.B. Pflegefachkräfte, Ärzt:innen, Therapeut:innen) sowie im Gesundheitssystem arbeitende Wissenschaftler:innen.In interaktiven Arbeitstandems werden Perspektivenwechsel zwischen den unterschiedlichen Beteiligtengruppen eingeübt.

„Durch die gelungene Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis konnte ich die Grundlagen partizipativer Forschung sehr gut verstehen und direkt umsetzen. Das hat viel Spaß gemacht und mir gezeigt, wie wichtig Partizipation im Forschungsprozess ist!“ [Teilnehmende 2022]

Parallel zur theoretischen Wissensvermittlung werden Teilnehmende zur Konzipierung, Durchführung, kritischen Reflektion und Ergebnisdarstellung von PGF-Projekten befähigt. Patient:innenvertretende erhalten eine 25%-ige Kostenreduktion. Mehr Informationen erhalten Sie im Flyer oder bei der Kursleitung Dr. Theresia Krieger (theresia.krieger@uk-koeln.de).  

Basiskurs Partizipativ Arbeiten

Basierend auf dem im Zuge des PartNet-Projektes Kompetenzschmiede „Lebenswelten und Gesundheit: partizipative Methoden“ (KLuG) entwickelten Basiskurs Partizipativ Arbeiten bietet die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen eine dreiteilige, jeweils halbtätige Onlineveranstaltung an. Neben der Grundlagenvermittlung ist auch ein Methodentraining zu Photovoice integriert. Weitere Informationen (auch zu den Terminen und Anmeldemöglichkeiten) finden sich hier.

PartNet pubertär: Glückwunsch zum 15-Jährigen!

Am 25.2.2023 hatte unser Netzwerk seinen 15. Geburtstag! Im Februar 2008 haben bei einem Treffen der jungen „Netzwerk-Planungsgruppe“ 11 Personen aus Wissenschaft und Praxis den Namen „PartNet – Netzwerk für Partizipative Gesundheitsforschung“ am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin (WZB) aus der Taufe gehoben. Die insgesamt 14-köpfige Planungsgruppe und eine Mailingliste von damals 60 Mitgliedern hatte ihren Ursprung in einer Tagung, die vom 4.-6.10.2007 auf Initiative der Forschungsgruppe Public Health am WZB durchgeführt worden war. Titel der Tagung war „An der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis: Aktionsforschung und partizipative Methoden in Public Health“. Die Dokumentation der Tagung mit vielen interessanten Beiträgen (u.a. den Ergebnissen der Diskussion zum Thema Vernetzung (S. 123-125) und den Ergebnissen der Diskussion der Tagungsteilnehmen/innen (S. 100-113)) steht zur Verfügung unter: https://bibliothek.wzb.eu/pdf/2008/i08-307.pdf.

Im Protokoll vom PartNet-Gründungstreffen am 25.2.2008 ist ein Entwurf eines Leitbildes festgehalten, aus dem die folgenden Sätze stammen: „Das Netzwerk (…) ist ein Forum für Wissenschaftler/innen und wissenschaftliche interessierte Praktiker/innen, die sich für die Erforschung von Gesundheitsthemen interessieren und die partizipative Zusammenarbeit zwischen Praxis und Wissenschaft fördern wollen. Im Sinne der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung wird Gesundheit als ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden verstanden, das ein wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens darstellt. Dementsprechend werden verschiedene Themen der Gesundheit und der Gesundheitsforschung im Netzwerk berücksichtigt. Auf Grundlage der gegenseitigen Wertschätzung der Wissenschaft und Praxis werden Formen der Kooperation (…) angestrebt, die durch Gleichberechtigung, partnerschaftliche Arbeitsbeziehungen und konstruktive Kritik gekennzeichnet sind. Im Rahmen des Netzwerks findet ein Austausch zu fachlichen, praktischen, methodischen und theoretischen Aspekten einer partizipativen Gesundheitswissenschaft statt.“

Wir freuen uns, dass wir uns jetzt schon 15 Jahre für diesen fachlichen Austausch einsetzen konnten, der Newsletter des Netzwerks inzwischen rund 560 Mitglieder hat, die Berliner Werkstatt Partizipative Forschung soeben ein 7. Mal stattfand, es zahlreiche PartNet-Projekte und die PartNet-Perspektiven gibt, immer neue Impulse dazukommen und sich so unsere Basis ständig verbreitert.

Auf weitere gute Jahre, liebe PartNet-Mitglieder!

Pressenotiz 14.11.22

Meta-Forschung – Empfehlungen von PartNet zu mehr aktiver Beteiligung von Bürger:innen in der Gesundheitsforschung

Das Netzwerk Partizipative Gesundheitsforschung – PartNet plädiert für mehr Forschung über partizipative Forschungsansätze. In Abstimmung mit 18 anderen Initiativen setzt das Netzwerk damit ein Signal für mehr aktive Beteiligung von Bürger:innen in der Forschung

Die Forderung nach mehr Beteiligung in Projekten der Gesundheits- und Versorgungsforschung, ob einzeln oder kollektiv bspw. mit und durch Selbstvertretungsorganisation oder Beiräten mit Expert:innen aus Erfahrung, wird zunehmend stärker. Andererseits wird gleichermaßen die Landschaft der geförderten Vorhaben vielfältig und z.T. als sehr unübersichtlich wahrgenommen. Trotz der Formulierung von Beteiligungsstrategien und geeignete Rahmenbedingungen für die Förderung von Partizipativer Forschung fehlt jedoch eine deutschlandweite Übersicht darüber, wie derzeit Beteiligung in Vorhaben der Gesundheitsforschung konkret umgesetzt wird, welche Methoden und Ansätze dafür Verwendung finden und welche sich für eine aktive, wirksame Beteiligung eignen. Es mangelt an projekt-übergreifenden Qualitätsstandards und -kriterien zur Initiierung, Umsetzung, Evaluation sowie zur Orientierung und Förderung von Beteiligung an der Gesundheits- und Versorgungsforschung.

Um Partizipative Ansätze im deutschen Wissenschaftssystem – von der Gesundheits- und Versorgungsforschung, über Public Health bis hin zur Forschung zu Primärprävention und Gesundheitsförderung – umfänglich und mit hoher Qualität zu verankern, bedarf es also einer stärkeren konzeptionellen Verständigung und methodischen Fundierung. Dies sollte in Form von Metaforschung erfolgen (Metaforschung = die Forschung über die Forschung).

Mit dem Ziel mehr Metaforschung diesbezüglich anzuregen, hat sich unter Federführung von PartNet in den letzten Monaten ein breites Bündnis von beteiligenden Organisationen und Netzwerken zusammengetan. In einem partizipativen Prozess wurden von einem Redaktionsteam konkrete Empfehlungen zur Meta-Forschung ausformuliert, von 18 weiteren Partnern mitunterzeichnet und an die Entscheidungsträger in der Forschungsförderung sowie die Bundespolitik gesendet. Durch die vorgeschlagene Meta-Forschung sollen neue Erkenntnisse zu den Themen Qualität und Wirkungen von Beteiligung in der Gesundheitsforschung generiert werden. Die Empfehlungen zur Meta-Forschung nehmen Bezug auf Forschungsthemen und Forschungsformate. Darüber hinaus geben sie Hinweise auf Rahmenbedingungen für Meta-Forschung (z.B. bezüglich Mittelvergabe, Zusammensetzung der Forschungsteams). Ein gemeinsames Begriffsverständnis wird durch ein dem Dokument angehangenen Glossar gewährleistet. PartNet und die unterzeichnenden Partner haben zudem ihre Offenheit für die Vertiefung weiterer Diskussionen mit den Entscheidungsträgern signalisiert.

Tätigkeitsbegleitende Weiterbildung
„Partizipative Gesundheitsforschung (PGF)“

Die Weiterbildung „Partizipative Gesundheitsforschung (PGF)“ dient der systematischen
Kompetenzentwicklung mit dem PGF-Ansatz. Sie richtet sich an drei Adressat:innengruppen: (1) Praktiker:innen (z.B. Pflegekräfte, Therapeuten), (2) Patient:innenvertretende (z.B. Selbsthilfegruppen), und (3) Forschenden im Gesundheitssystem. Parallel zur Kompetenz- und Wissensvermittlung werden Teilnehmende zur Konzipierung, Durchführung, kritischen Reflektion und Ergebnisdarstellung von PGF-Projekten befähigt.

Ende August 2022 schloss die erste Kohorte diese Weiterbildung an der Uniklinik Köln mit einem Zertifikat in PGF ab. Von den Teilnehmenden konnten acht PGF-Projekte im Bereich Versorgungsforschung und Gesundheitssystementwicklung erfolgreich umgesetzt werden.

„Ich bin sehr beeindruckt, wie mit dem PGF-Ansatz trotz der kurzen Zeit der Weiterbildung praxisrelevante Ergebnisse erzielt wurden. Hier zeigt sich, wie bedeutend es ist, dass Personen mit vielen verschiedenen Perspektiven an einem Strang ziehen.“ (Teilnehmender)

Die nächste Weiterbildung startet am 24. Februar 2023. Sie wird in einem flexiblen, adressat:innenfreundlichen Format angeboten (Kombination aus Präsenz und Online). Für Patient:innenvertretenden wird eine Kostenreduktion von 25% ermöglicht. Mehr Informationen erhalten Sie hier und bei der Kursleitung (theresia.krieger(ät)uk-koeln.de). Hier können Sie sich verbindlich anmelden Uniklinik Köln.

Diskussion des Praxispartner*innen Begriffs im Workshop Dezember 2020

„Praxispartner*innen“, „Forschungspartner*innen“ oder „Perspektivengruppen“ sind nur einige Begriffe, die von Wissenschaftler*innen für diejenigen Menschen verwendet werden, mit denen sie partizipativ forschen. Darunter finden sich Vertretende verschiedener Gruppen, um die und deren Lebens- und
Arbeitsfelder es in partizipativen Forschungsprojekten geht.

Am 20.09.2019 begann im PartNet-Work-shop eine Auseinandersetzung mit dem Begriff „Praxispartner_innen“ unter dem Motto: „Praxispartner*innen – Konkretisierung eines „naiven“ Begriffs“. Ziel des Workshops war es, von
einer womöglich naiv erscheinenden „Einheitskategorie“ zu konkreten
Begriffsbestimmungen zu kommen. Im Anschluss hat eine Arbeitsgruppe weiter an dem Thema gearbeitet.

Erste Ergebnisse werden im Workshop im Dezember zur Diskussion gestellt. Darauf aufbauend soll möglicherweise eine PartNet-Publikation entstehen. Der Workshop im Dezember findet am 11.12 von 13.00-16.00 Uhr online beim webex-Zugang von PartNet bei der KHSB statt.

Ein Open Access-Sammelband zur Partizipativen Gesundheitsforschung ist erschienen

Methoden: Der Sammelband „Partizipative Forschung. Ein Forschungsansatz für Gesundheit und seine Methoden) (Hrsg. Hartung/Wihofszky/Wright) umfasst verschiedene Beiträge zur Partizipativen Gesundheitsforschung: z.B. zur Reflektion der PGF als Forschungsansatz sowie die Diskussion von Methoden (z.B. Photovoice, Community Mapping, Fokusgruppen) anhand empirischer Beispielstudien. Open Access. https://doi.org/10.1007/978-3-658-30361-7

Die PartGroup-Dissertationsgruppe ruft zum Austausch auf

In der eigenen Dissertation partizipativ zu forschen ist mit einer ganzen
Reihe von besonderen Herausforderungen verknüpft. Gerade deshalb kann es bereichernd sein, sich mit anderen Promovierenden darüber auszutauschen. Oftmals besteht für partizipativ forschende Doktorand*innen an ihrer Heimathochschule aber genau dazu keine Gelegenheit.

Deshalb wurde eine webbasierte Unterstützungs-möglichkeit gegründet, die ortsunabhängig als feste Online-Arbeitsgruppe einen intensiven Austausch ermöglicht: die PartGroup. Alle 2-3 Wochen finden virtuelle Treffen statt zur Diskussion von Fragen und Problemen, die in den partizipativen Dissertationsvorhaben entstehen.

Ein Wunsch für die Zukunft wäre es, die PartGroup zu einer Art partizipativen Kolloquium auszubauen, in dem Mitglieder von Partnet mit ihrem Erfahrungsschatz gezielt an Treffen teilnehmen und mit den Promovierenden diskutieren!

Bei Interesse bitte gerne per E-Mail an:
Marilena v. Köppen, mvkoeppen@gmail.com.

Mehr Transparenz bei PartNet

Eines der Ziele für die kommende Arbeitsperiode ist, ein Konzept für die Reorganisation und Restrukturierung des Netzwerks und des Sprecher*innenkreises zu entwickeln und breit zu diskutieren. Es soll ein Rahmen geschaffen werden, um: (1)  das Netzwerk stärker aktivieren, (2) Entscheidungen transparenter zu treffen, und (3) die Netzwerkmitglieder besser einzubeziehen. Beim September-Netzwerktreffen 2020 wurde ein Kommunikationskonzept mit Ideen für die künftige Zusammenarbeit im Netzwerk vorgestellt und diskutiert.

NEUIGKEITEN

Neuer Beitrag in PartNet Perspektiven

PartNet-Diskussionspapier: Ethische Herausforderungen in der partizipativen Forschung reflektieren

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