Arbeitsgruppen

Das Arbeiten und Forschen mit dem PGF Ansatz ist spannend und vielfältig. Es kann aber auch herausfordernd sein und Fragen aufwerfen. Miteinander in Austausch zu kommen wird hier oft als sehr hilfreich empfunden. Daher bietet PartNet den Rahmen, um an Themen oder Fragen in Form von Arbeitsgruppen (AGs) zusammen zu arbeiten. Dort können sich PGF Begeisterte analog oder digital zusammenfinden, über einen Zeitraum hinweg an eigens gesetzten Themenfeldern intensiv zusammen arbeiten und somit die praxisnahe Forschung weiter vorantreiben. Vorstellungen des Arbeitsprozesses oder der Ergebnisse einer AG sind jederzeit in den Netzwerktreffen, Newslettern oder auch auf der Berliner Werkstatt möglich und explizit erwünscht.

Die Gründung einer Arbeitsgruppe ist fortdauernd möglich. Die Formalien für diesen Prozess finden Sie hier.

Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit in einer bestehenden AG haben, wenden Sie sich bitte direkt an den/die jeweilige(n) Ansprechpartner*in.

Arbeitsgruppen in PartNet (Stand September 2026)

Macht Kritisch Reflektieren

Der Schwerpunkt der AG liegt auf Selbstreflexion und gegenseitiger Unterstützung, um Ressourcen für den Umgang mit Machtstrukturen und systemischen Ungleichheiten zu finden. Langfristig wird angestrebt, eine Reflexion über Machtstrukturen in der Forschung und besonders der partizipativen Forschung zu normalisieren, systemische Veränderungen anzustoßen und bestehende, historisch gewachsene Herrschaftsverhältnisse abzubauen. Auch eine kreative und wirksame Zusammenarbeit soll dadurch gefördert werden. Die Gruppe trifft sich alle 1,5 Monate und bestimmt ihre Themen selbst. Bisherige Themen waren beispielsweise: Erfahrungen mit Macht aus den eigenen kontextabhängigen Positionen, Handlungsspielräume, systemische Hürden, Machtgebrauch vs. Machtmissbrauch.

Ansprechpartnerin: Imada Spiewok (imadaspwk(ät)googlemail.com)

Definition Partizipative Gesundheitsforschung

Die gegenwärtige von PartNet entwickelte Definition von 2015 ist Ergebnis eines kollaborativen, zweijährigen Prozesses und wurde überwiegend von Personen aus dem Feld der Gesundheitsförderung und Prävention entwickelt. Seither hat sich das Netzwerk sehr erweitert, inzwischen sind viele Personen aus weiteren Feldern und Disziplinen der Gesundheitsforschung und -praxis im Netzwerk aktiv. Von diesen wird die Definition teils anders „gelesen“ bzw. nicht alle können sich direkt mit dieser Definition identifizieren. Vor diesem Hintergrund setzt sich die AG mit der Definition auseinander. Gegenwärtig finden die Treffen regelmässig im Rahmen einer „Doppel-Arbeitsgruppe“ zusammen mit der AG PGF der GTPF (Gesellschaft für transdisziplinäre und partizipative Forschung e.V.) statt.

Ansprechperson: Janna Landwehr (janna.landwehr(ät)uni-bielefeld.de)

Weitere aktuell regelmäßig Beteiligte an der AG: Tzvetina Arsova Netzelmann, Susanne Hartung, Ina Schaefer

Partizipative Forschung mit Kindern und Jugendlichen

Wir tauschen uns über eigene Forschungsvorhaben aus, wobei die Kinderbeteiligung im Vordergrund steht. Dabei diskutieren und erarbeiten wir gemeinsame Grundlagen zur Beteiligung von Kindern im Forschungsprozess. Hierfür reflektieren wir zu unseren eigenen Forschungen mit Kindern und zu aktueller themenbezogener Literatur. Wir definieren die Ziele der AG als:  a) sich in der Forschung und Arbeit zur Umsetzung der Kinderbeteiligung zu unterstützen, b) theoretische und praktische Grundlagen für die Beteiligung von Kindern in der Forschung (u.a. Gesundheitsforschung) zu legen, und c) gemeinsam zu diesen Grundlagen und Reflektionen zu publizieren. Die AG wurde am 04.12.2020 gegründet und trifft sich alle 4-8 Wochen (online).

Ansprechpartnerin: Johanna Mahr-Slotawa (johanna.mahr-slotawa(ät)th-deg.de) und Janna Landwehr (janna.landwehr(ät)uni-bielefeld.de)

PartGroup

Ziel der Arbeitsgruppe PartGroup ist die standortübergreifende Vernetzung und der Austausch partizipativ forschender Doktorand:innen und Nachwuchswissenschaftler:innen. Unsere Arbeitsschwerpunkte sind die kollegiale Beratung zu Herausforderungen und Chancen des partizipativen Forschungsprozesses und partizipativer Qualifizierungsarbeiten. Die AG ist ein geschütztes Forum für Reflexion, inter-/transdisziplinären Austausch, gegenseitige Unterstützung und die Entwicklung neuer Projektideen. Die AG wurde im Mai 2017 gegründet und trifft sich derzeit alle 5 Wochen (online).

Ansprechpartnerin: Henriette Hecht (hechth@b-tu.de)

Qualität und Impact von Beteiligungsprozessen in der Gesundheitsforschung

In dieser AG wollen wir verschiedene Perspektiven und Visionen zum Thema „Qualität und Impact von Beteiligungsprozessen“ sammeln, z.B. welche Voraussetzung gegeben sein müssen, damit eine erfolgreiche Patient*innenbeteiligung gelingen kann. Daraus könnte beispielsweise Handreichungen oder Checklisten entwickelt werden, die in partizipativen Forschungsprojekten, aber auch bei der Begutachtung von Forschungsanträgen genutzt werden könnte, um eine hohe Qualität der Beteiligung sicherzustellen. Weiterführende Fragestellungen und Projekte werden innerhalb der AG entwickelt. Sie wurde im März 2021 gegründet und trifft sich monatlich (online).

Die AG gestaltete den PartNet-Workshop am 03.12.2021. Die Dokumentation dazu finden Sie hier.

Ansprechpartnerin: Sarah Weschke (sarah.weschke(ät)bih-charite.de)

Partizipation und Partizipative (Gesundheits-)Forschung in der Pflege

Die AG Pflege möchte Raum geben für einen kollegialen Austausch und Reflexion zu Erfahrungen, Herausforderungen und Good Practice bei der Planung und Umsetzung von Partizipation und partizipativer Forschung in Projekten der Pflege. Es sind alle Perspektiven willkommen, z.B. aus Wissenschaft, Praxis wie Organisationen und Vertretungen der Pflege, Pflegebedürftiger, professionell und informell Pflegender, Verwaltung oder reiner Neugier. Die AG wurde im Februar 2023 gegründet. Jährlich planen wir vier Treffen (ein Organisations-, drei inhaltliche Treffen).

Ansprechpersonen: Selma Kadi (kadi(ät)euro-centre.org) und Franziska Jogoda (franziska.jagoda(ät)uni-wh.de)

Doppelrolle

Die AG Doppelrolle hat sich Anfang 2025 organisch aus kollegialen Gesprächen heraus gegründet. Im Kontext partizipativer Gesundheitsforschung meinen wir mit dem Begriff „Doppelrolle“ das gleichzeitige Zusammenwirken einer professionellen Rolle und eigener Erfahrungsexpertise in einer Person.

Die AG bietet insbesondere Raum für kollegiale Peer-Beratung sowie für den Austausch von Ressourcen zu den spezifischen Herausforderungen, die diese Doppelrolle mit sich bringen kann. Darüber hinaus können hier auch Projekte zur Interessensvertretung diskutiert und gemeinsam geplant werden, z.B. in Form von Workshops und Konferenzbeiträgen.

Bei Interesse an einer Mitarbeit in der AG melden Sie sich gerne bei Imada Spiewok: info@imadaspiewok.com


PGF ent-wickeln: Partizipation ermöglichen und Dilemmata auflösen

Wie kann Partizipation in der Gesundheitsforschung gelingen – und wie lassen sich dabei unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen? Mit diesen Fragen hat sich die AG „PGF ent-wickeln“ aus verschiedenen Blickwinkeln beschäftigt. Gemeinsam haben wir förderliche und hemmende Faktoren betrachtet, Dilemmata diskutiert und nach Wegen gesucht, Partizipation in Forschung, Lehre und Praxis weiterzuentwickeln.

Zum Abschluss ist ein wissenschaftlicher Beitrag zur Persona-Methode in partizipativen Kontexten entstanden. Personas können dabei helfen, unterschiedliche Nutzendenperspektiven, Bedürfnisse und Lebenskontexte sichtbar zu machen und im Team ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln. Besonders interessant ist die Methode für die Arbeit mit vulnerablen Gruppen, da kollektives Erfahrungswissen einbezogen werden kann, ohne dass Einzelpersonen persönliche Erfahrungen offenlegen müssen.

Der Beitrag zeigt auch, dass Personas zu stereotypen Vereinfachungen führen können. Eine partizipative und reflexive Entwicklung, ausreichende Ressourcen und die kritische Auseinandersetzung mit den zugrunde liegenden Annahmen sind daher entscheidend. Die im Artikel vorgestellten Reflexionsfragen bieten Forschungsteams eine konkrete Unterstützung, um Personas bewusst zu entwickeln und einzusetzen. Der Artikel ist hier im Open Access verfügbar: https://authors.elsevier.com/a/1nq5R_gRHWAcj%7E

NEUIGKEITEN

Berliner Werkstatt Partizipative Forschung 2027

Einreichungen sind möglich bis zum 31.10.2026. Den Aufruf zur Beteiligung / Call for Participation finden Sie hier

TERMINE

Workshop

Partizipation lehren – partizipativ lehren

22.01.2027, 9:30-12 Uhr

weitere Infos finden Sie hier

PartNet-Netzwerktreffen

Freitag, den 11. Dez. 2026, 9:00-11:00 Uhr

Berliner Werkstatt Partizipative Forschung 2027

04/05. März 2027 Alice Salomon Hochschule Berlin