Um dem Rechtsanspruch der Nutzer*innen einer (psycho-) sozialen Einrichtung auf Teilhabe (BTHG/ UNBRK) und der Forderung nach Einbeziehung ihrer spezifischen Sichtweise auch im Alltag gerecht zu werden, müssen Einrichtungen und Projekte oftmals ihre Strukturen und Abläufe neu ordnen. Einen guten Ansatz zur Beteiligung bietet die Partizipative Qualitätsentwicklung. Sie zielt auf aktive Teilnahme der Nutzer*innen an den internen Entwicklungsprozessen, verschiedenen Gremien und Diskussionsgruppen. Dadurch wird einerseits die besondere Expertise der Nutzer*innen sichtbar, was erheblich zur Qualitätsverbesserung der Einrichtung beitragen kann, und zum anderen wird durch solche Teilhabeprozesse das Empowerment der einzelnen Personen stark gefördert. Die Partizipative Qualitätsentwicklung wurde im Rahmen groß angelegter Forschungsprojekte von Kolleg*innen aus Praxis und Wissenschaft vor über 10 Jahren entwickelt und seither ständig optimiert. In dieser praxisnahen und eng an den Gegebenheiten der Teilnehmenden orientierten Weiterbildung werden konkrete Maßnahmen entwickelt, die es ermöglichen, die Nutzer*nnen in die vielfältigen Prozesse einer Einrichtung oder eines Projektes mit einzubeziehen. Voraussetzung zur Erlangung des Zertifikats ist die Bereitschaft zur Durchführung einer eigenen partizipativen Maßnahme. Da dies auch in Kleingruppen geschehen kann, ist es nicht zwingend notwendig, die Maßnahme in der eigenen Einrichtung oder im eigenen Projekt zu initiieren. Während der Projektphase besteht die Möglichkeit zur Beratung durch die Dozent*innen.

Anmeldeschluss ist der 13. März 2020.

Nähere Informationen zum Kurs und das Anmeldeformular finden Sie hier.